Trotz allen Glitzers und aller ausgelassener Freude war das Jahr 2016 auch ein trauriges Jahr für den Freiburger Tuntenball.

Tuntenball DJ Beyond a.k.a. Frank Krieger gestorben:
Am 15. September 2016 ist unser Tuntenball DJ Beyond a.k.a. Frank Krieger im Alter von 45 Jahren gestorben.
Frank war ein Urgestein der Freiburger Technogeschichte und glühender Verfechter wilder Parties, unangemeldeter Outdoor-Raves und technoider Subkultur.
Eines von Franks Sets könnt ihr hier hören:

Frank, es ist uns eine große Ehre, dass du einen deiner letzten Gigs auf dem Freiburger Tuntenball für uns gespielt hast. Du fehlst…
Wir werden dich nicht vergessen


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Gewalttätiger homofeindlicher Überfall:
Wie wir, von der Tuntenballorganisation, erst vier Wochen nach der Veranstaltung erfahren mussten gab es im Kontext des 4. Freiburger Tuntenballs in der Nacht vom 09. auf den 10. April 2016 einen homofeindlichen Übergriff in der Freiburger Innenstadt.
Ein Gast, der auf dem Weg war zum Tuntenball, wurde am frühen Morgen des 10. April 2016 von drei unbekannten Personen attackiert und krankenhausreif geschlagen.
Wir von der Tuntenballorganisation verurteilen diesen Übergriff aufs Schärfste. Der Tuntenball soll ein Schutzraum für alle Personen der LSBTTIQA-Gemeinschaft sein und darüber hinaus offen für alle Menschen die respektvoll und ausgelassen miteinander feiern wollen. Wir können zwar den Schutzraum der Veranstaltung gewährleisten, den Weg dorthin können wir leider nicht sichern… Umsomehr sind wir wütend und traurig darüber, dass sich Menschen die in ihrem Verhalten oder ihrer äußeren Erscheinung nicht der Heteronorm entsprechen sich offensichtlich nicht gefahrlos in Freiburg bewegen können. Und der Überfall im Kontext des Tuntenballs reiht sich ein in eine beschämende Reihe von gewaltsamen Übergriffen auf DRAGS, homo- und transsexuelle Menschen in Freiburg.
Trotz dieses gewaltsamen Überfalls fordern wir alle Menschen auf sich frei zu bewegen. Seid wachsam und helft einander. Homo- und Transfeindliche Übergriffe können wir nicht verhindern, aber wir können durch unsere Solidarität Einsamkeit verhindern, wir können und müssen einander helfen. Schaut nicht weg und macht immer wieder klar, dass Homo- und Transfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.
Einen ausführlichen Text zu diesem Vorfall gibt es hier: